Lagerung von Gin / Geisten / Bränden / Likören | BRENNLUST-Blog
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Wie lagere ich meinen Gin / Brand / Geist / Likör richtig?

Ein Beitrag über die korrekte Lagerung von Spirituosen zu Hause in der privaten Bar und welche Fehler hierbei häufig begangen werden. Meine wichtigsten Tipps um lange Spaß an Gin, Geisten, Bränden und Likören zu haben!

27. Juni 2018

BRENNLUST | Lagerung von Spirituosen

Gehörst du zu den Menschen, die sich einen feinen Tropfen gönnen, sei es eine rare Flasche Whiskey, ein limitierter Batch eines Gins oder ein feiner, fruchtiger Likör – und dann zu Hause angekommen an den vordersten Platz in der Bar stellen, sodass die neue Errungenschaft von Jedermann sofort entdeckt werden kann. Schließlich ist e schön, wenn man nach getaner Arbeit nach Hause kommt und die Spirituosen-Familie einen treu begrüßt, oder wenn Gäste die Gin-Sammlung anerkennend begutachtet. Damit das aber überhaupt funktioniert, müssen die Fläschchen schließlich auf einem Präsentierteller stehen. Dass diese Art der Lagerung aber ein fataler Fehler ist und euren Spirituosen schadet, erkläre ich im Folgenden:

Die größten Fehler in der Lagerung von Spirituosen-Flaschen:

Ich bin Mitglied in einigen Facebook-Gruppen und ich erlebe es häufig, dass Gruppen-Mitglieder stolz Ihre Sammlungen aus Gin, Edelbränden, Geisten oder Likören präsentieren. Häufig sieht man auf den Fotos offene Bars, Barwägen und liebevoll, selbstgebaute Regal als „Präsentierteller“ – Lagerplätze, auf denen die Fläschchen Licht und Temperaturen schutzlos ausgeliefert sind. Denn Spirituosen, bzw. deren Aromen erleben durch hohe Temperaturen oder durch Lichteinfluss Aromaumwandlungen und insbesondere Aromaverluste. Und wenn dann noch die Flasche halb leer ist, ist der feine Tropfen der Gegnerin "Luft" machtlos ausgeliefert, die seinen Aromen den Rest gibt. So schön offene Bars sind, so schädlich sind sie also auch für die Destillate: sie killen das großartige Aroma unserer Gins, Brände oder Liköre und wir wundern uns vielleicht nach geraumer Zeit, weshalb das feine Tröpfchen nicht mehr ganz so fein schmeckt, wie am Tag seiner Errungenschaft.

Der große Nachteil mit großen Sammlungen

Über sehr große Spirituosensammlungen kann ich manchmal nur den Kopf schütteln: Wer zig Flaschen besitzt muss quasi Alkoholiker sein oder regelmäßigen Konsum durch Dritte gewährleisten um sicher zu gehen, dass die Destillate nicht all zulange angebrochen rumstehen. 😉 Sicherlich werden nun einige unter Euch schmunzeln: "Bei mir wird kein Gin alt!". Der ein oder andere unter Euch hat aber vielleicht doch noch die ein oder andere Flasche Spirituose in der hinteren Ecke stehen, die vielleicht zu teuer war um so an einem "gewöhnlichen" Tag zu genießen, oder man hat eben einen Lieblings-Gin, sodass andere Gins in Vergessenheit geraten. Luft, also der Leerraum ist einer Flasche, ist ein fieser Aromakiller: Je mehr Sauerstoff Kontakt zum Destillat hat, desto mehr Oxidationsvorgänge treten ein, ergo desto mehr Aromaverlust muss ich verzeichnen. Es ist daher ratsam nur so viele Flaschen gleichzeitig geöffnet zu haben, wie man im Stande ist diese in absehbarer Zeit zu trinken. Je nach Lagerung sollte ein angebrochenes Destillat spätestens nach 6 oder 12 Monaten geleert sein.

Mein Tipp wie Du Deine Destillate richtig lagerst

Wer seine Destillate richtig lagern möchte, stellt sie in einen geschlossenen Schrank, der die feine Flüssigkeit vor Licht schützt. Wer die Möglichkeit hat, kann zusätzlich darauf achten, die Flaschen kühl zu lagern – aber bitte nicht im Kühlschrank, geschweige denn im Gefrierfach: Zu kalte Lagerung verdeckt die gute Qualität (und schlechte Qualität) von Gin, Geisten, Bränden und Likören. Kein Produkt  von hoher Qualität hat das verdient!

Brennerin und Inhaberin von BRENNLUST, Andrea Koch

Autorin Andrea

Ich brenne nicht nur für mein Leben gerne - sondern teile mein Wissen, Erfahrung und Leidenschaft auch gerne mit meinen Mitmenschen! 😉 In meinen Blogbeiträgen zeige ich Euch bewährte Rezepte, berichte von meinen Brennerfahrungen - und kläre Fragen rund um das Thema Brennen.

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